Jugend – Hoffnungsträger oder verlorene Generation?

Lebensentwürfe zwischen Optimismus, Gleichgültigkeit und Verweigerung

Ganz im Zeichen des Themas „Jugend“ stehen die diesjährigen „Reichersberger Pfingstgespräche“ der OÖVP am Pfingstmontag, 28. Mai 2012, und am Dienstag, 29. Mai 2012, im Stift Reichersberg. Die Frage, ob die Jugend angesichts der Überalterung der Gesellschaft und jetzt noch verstärkt durch die Auswirkungen der Finanz-Krise eine „verlorene Generation“ zu werden droht, ist angesichts der Entwicklungen insbesondere in Südeuropa eine brisante Frage, die schon in ganz Europa diskutiert wird. Welche Perspektiven und Zukunftschancen unsere Jugend dennoch hat und wie sie auf die kommenden Herausforderungen bestmöglich vorbereitet werden kann, darüber diskutiert die OÖVP unter dem Motto „Jugend – Hoffnungsträger oder verlorene Generation“ auch heuer wieder mit namhaften Persönlichkeiten und Experten im Stift Reichersberg bei den nunmehr bereits 16. „Reichersberger Pfingstgesprächen“.

16. „Reichersberger Pfingstgespräche“ der OÖVP am 28. Mai und 29. Mai im Stift Reichersberg:

Die Jugend ist unsere Zukunft und der Jugend gehört die Zukunft – so lauten oft und gerne gebrauchte Schlagworte. Die demographische Entwicklung spricht eine andere Sprache: Wir steuern in Europa auf eine Gesellschaft zu, in der es zum ersten Mal mehr ältere als junge Menschen geben wird. Die alarmierenden Zukunftsszenarien aus früheren Jahren, die davor warnten, dass immer weniger junge Menschen nicht die soziale Absicherung von immer mehr Älteren übernehmen könnten, werden jetzt Realität. Dazu treffen die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise vor allem die junge Generation: Sie erbt die Schuldenlast, die aufgetürmt wurde und noch immer wird, wenn jetzt nicht wirkungsvoll gegengesteuert wird.

Die Jugend war auch stets Träger des Fortschrittes und der Innovationen, die in unserer schnelllebigen Zeit gerade für Europa immer wichtiger werden, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Auch diese Herausforderung wird künftig auf immer weniger junge Menschen überantwortet werden.

Welche Perspektiven bleiben einer Generation, bei der die Lastenverteilung im Generationenvertrag immer mehr zu ihren Ungunsten verschoben wird? Was passiert, wenn die Jugend den Generationenvertrag quasi aufkündigt und sich – auf welche Weise auch immer – ihrer Verantwortung für die Gesellschaft entzieht? Droht statt Generationengerechtigkeit ein Generationenkonflikt?

Wo liegen trotz der großen gesellschaftlichen Veränderungen, der Umbrüche und Ungewissheiten die Zukunftschancen der jungen Generation? Wie kann die Politik verhindern, dass die Jungen tatsächlich zu einer „verlorenen Generation“ werden und so den Zusammenhalt unserer Gesellschaft auch weiterhin sichern? Wie können die jungen Menschen auf die Vielzahl an neuen und oft noch gar nicht abschätzbaren Herausforderungen bestmöglich vorbereitet werden? Darüber wird die OÖVP mit namhaften Persönlichkeiten, Experten und Meinungsbildnern im Rahmen der 16. „Reichersberger Pfingstgespräche“ im Stift Reichersberg diskutieren: Neben Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer werden dies der Theologie, Ethiker und Philosoph Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak vom King’s College London und der Universität Salzburg sein sowie der Jugendforscher und Autor der renommierten Shell-Jugendstudie, Univ.-Prof. Dr. Mathias Albert von der Universität Bielefeld. Weiters Jugend-Landesrätin Mag. Doris Hummer, die Landesobfrau der Jungen ÖVP OÖ, LAbg. Mag. Helena Kirchmayr, und der Bundesobmann der Jungen ÖVP, Integrationssekretär Sebastian Kurz.

OÖVP-Landesgeschäftsführer LAbg. Mag. Michael Strugl: „Die Reichersberger Pfingstgespräche sind längst nicht nur ein Fixpunkt der politischen Jahresplanung der OÖVP, sondern auch ein fester Bestandteil der politischen Jahresplanung in Oberösterreich geworden, weil wir uns immer mit brisanten Fragen der Zeit befassen. Angesichts der Überalterung unserer Gesellschaft und den Auswirkungen der Finanz-Krise, durch die der jungen Generation immer mehr Lasten aufgebürdet werden, sind die Zukunftsperspektiven und die Zukunftschancen unserer Jugend eine höchst brisante Frage. Insbesondere bei der Jugend in Griechenland und in Spanien spricht man ja bereits von der verlorenen Generation. Wir können es uns aber nicht leisten, die Jugend quasi am Wegrand stehen zu lassen. Wir müssen weiterhin danach trachten, dass auch gegenüber der Jugend die Generationengerechtigkeit gewahrt bleibt und wir müssen unsere jungen Menschen bestmöglich auf die kommenden und zum Teil noch gar nicht abschätzbaren Herausforderungen vorbereiten. Bei den nunmehr 16. Reichersberger Pfingstgesprächen werden wir darüber gemeinsam mit namhaften Persönlichkeiten und Experten diskutieren.“


Programm

Pfingstmontag, 28. Mai 2012:

18.00 Uhr: Chorkonzert in der Stiftskirche (Chorvereinigung Reichersberg unter der Leitung von Dir. Walter Druckenthaner)

18.30 Uhr: Begrüßung Administrator Mag. Gerhard Eichinger (Stift Reichersberg)

 

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer:

„Oberösterreich gestalten – aus der Sicht kommender Generationen. Was die Politik heute schon an Zukunftsverantwortung übernehmen muss“

 

Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak (Professor am King’s College London und an der Universität Salzburg sowie Präsident des Internationalen Forschungszentrums für soziale und ethische Fragen (ifz), des Zentrums für Ethik und Armutsforschung (ZEA) und der Salzburg Ethik Initiative (SEI)):

„Chancenreichtum - Was wir der Jugend schulden“

 

Abendempfang

 

Dienstag, 29. Mai 2012:

09.00 Uhr: Univ.-Prof. Dr. Mathias Albert (Jugendforscher und Autor der „Shell-Jugendstudie“, Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie):

"Das Ende der Jugend? - Pragmatismus und das Verschwinden einer Lebensphase"

 

LAbg. Mag. Helena Kirchmayr (Landesobfrau der Jungen ÖVP Oberösterreich):

„Was (uns) die Jungen wert sind“

 

Mag. Doris Hummer (Landesrätin für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Jugend und Frauen):

„Wer Mut sät, wird Zukunft ernten!“

 

Staatssekretär Sebastian Kurz (Bundesobmann der Jungen ÖVP und Integrations-Staatssekretär):

„Jugend von heute – Die starke Stimme der Gegenwart für die Zukunft“