"Woher kommt Europa - wohin geht Europa?"

Bauplatz Europa - kann eine Europäische Union mit menschlichem Antlitz gelingen?

Am 1. Mai 2004 wurde mit der Wiedervereinigung unseres Kontinents ein neues Kapitel der europäischen Geschichte aufgeschlagen: Die erweiterte Europäische Union umfasst nunmehr 25 Länder, 450 Millionen Menschen, 21 Sprachen und mehr als 500 Volksgruppen. Es wurde der größte Erweiterungsschritt vollzogen, den die EU bis jetzt gemacht hat. Das neue „Europa der 25“ ist aber mehr als nur eine geografische Ausbreitung – es ist die Überwindung einer Trennungslinie, die unseren Kontinent jahrzehntelang durchschnitten hat.

Die EU-Erweiterung, durch die auch Oberösterreich wieder zu einem Land im Herzen Europas geworden ist, bringt große Chancen, aber auch manche Risiken mit sich – und wirft vor allem auch viele Fragen auf: Denn ein friedliebendes, solidarisches, gerechtes und ökologisches Europa entsteht nicht von selbst und kann auch nicht an Brüsseler Schreibtischen konstruiert werden. Was also kann dieses neue Europa zusammenhalten? Wie kann erreicht werden, dass es nicht nur bei einer rein wirtschaftlichen Europäischen Union bleibt, sondern dass Europa auch seine gemeinsamen Wurzeln wieder entdeckt? Kann letztlich eine Europäische Union mit einem menschlichen Antlitz gelingen?

Über diese Themen und über die Herausforderungen für Oberösterreich im „neuen Europa“ diskutierte die ÖVP Oberösterreich im Rahmen ihrer diesjährigen „Reichersberger Pfingstgespräche“, die nunmehr schon zum 8. Mal stattgefunden haben, gemeinsam mit namhaften Experten.

Die Chorvereinigung Reichersberg unter der Leitung von Dir. Walter Druckenthaner sorgte für die musikalische Einbegleitung
Propst Eberhard Vollnhofer bei der Begrüssung

Die Referenten der Pfingstgespräche 2004:

Am Bild v.l.n.r: LH Dr. Josef Pühringer, Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari, Dr. Paul Rübig, Dr. Joana Radzyner, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Körtner, KO LAbg. Mag. Michael Strugl

Programm

Pfingstmontag, 31. Mai 2004:

Propst Eberhard Vollnhofer (Stift Reichersberg)

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer

Diözesanbischof Dr. Egon KAPELLARI (Diözese Graz-Seckau, Europa-Referent der Österreichischen Bischofskonferenz)
"Gibt es eine christliche Leitkultur in Europa? - Eine Nachlese zum Mitteleuropäischen Katholikentag 2004"

Fürst Karl Schwarzenberg (1990 bis 1992 Kanzler des tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Havel)
"Die EU-Erweiterung als Chance für alle"

Dienstag, 1. Juni 2004:

Prolog: Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer:
"Unser vereintes Europa braucht die Vielfalt"

Dr. Joana Radzyner (ORF - Korrespondentin in Tschechien, der Slowakei und Polen):
"Zwischen Euphorie und Skepsis - die EU-Erweiterung aus der Sicht der neuen Mitgliedsländer Mitteleuropas"

Dr. Paul Rübig (Mitglied des Europäischen Parlaments)
"Europa als Gemeinschaft des Friedens und der Freiheit"

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Körtner (Institut für Systematische Theologie an der Evangelischen-Theologischen Fakultät der Universität Wien, Mitglied der Bioethik-Kommission der Bundesregierung, "Wissenschafter des Jahres 2001"):
"Ein größer werdendes Europa muss auch von gemeinsamen ethischen Werten getragen werden"